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Der Weg von Myelom-Patienten: eine Herausforderung Bewusstsein für die Erkrankung schaffen und Patienten befähigen

29-04-2019 22:26

Obwohl das Multiple Myelom der zweithäufigste Blutkrebs ist, haben viele Patienten bis vor ihrer Diagnose noch nie davon gehört und sind bei der Diagnose erst einmal überfordert. Jährlich erkranken in der Schweiz rund 560 Menschen an einem Multiplen Myelom oder an anderen bösartigen Veränderungen der Plasmazellen. Davon sind etwa 55 Prozent der Betroffenen Männer und 45 Prozent Frauen. Über die Hälfte der Erkrankten ist zum Zeitpunkt der Diagnose 70 Jahre oder älter.

Das Multiple Myelom ist eine Erkrankung der Plasmazellen im Knochenmark, wobei sich die Plasmazellen verändern und unkontrolliert vermehren.Dieses unkontrollierte Wachstum verhindert die Produktion normaler Blutzellen und führt zu Knochenschmerzen und -brüchen, Infektionen und anderen Komplikationen. Damit beginnt eine Erkrankunganfänglich oft relativ unspezifisch, manche Patientenverspüren sogar keine Symptome. Die Diagnose des Multiplen Myeloms basiert schliesslich auf dem Vorhandensein von charakteristischen Anzeichen und Symptomen der Erkrankung und auf den Ergebnissen von Blut- und Knochenmarktests.

Obwohl das Multiple Myelom nicht heilbar ist, verlängernneue Medikamente, die in den letzten zehn Jahren entwickelt wurden, das Überleben von betroffenen Patienten mehr als bei jeder anderen Krebsart. Dies hat dazu geführt, dass sich die Prognose für das Langzeitüberleben in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.

Florin Rupper, Präsident der Myelom Kontaktgruppe Schweiz (MKgS) und selbst Patient, möchte das Leben und den Umgang mit der Krebserkrankung nach eigenen Aussagen einfacher und weniger einsam gestalten. Er weiss aus eigner Erfahrung, dass Patienten nach der Diagnose ein riesiges Informationsbedürfnis haben. Die Kontaktgruppe soll dabei als Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige dienen, indem sie umfangreiche und aktuelle Informationen zur Erkrankung bereitstellt und Kontakt zu anderen Patienten ermöglicht. 

Zusätzlich fördert die MKgS diverse Forschungsarbeiten und pflegt Kontakte zu Ärzten und Pharmaunternehmen.

Zusammen mit Prof. Dr. Christoph Driessen, Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen, informierte Florin Rupper an einer Pressekonferenz über die Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten. Eine Patientin berichtete dabei über Ihr herausforderndes Leben mit dem Multiplen Myelom von der Diagnose bis zumheutigen Tag. Sie hat die Krankheit als einen Teil von sich akzeptiert.

Ziel der Pressekonferenz ist es, das Bewusstsein für das Multiple Myelom in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Es wurde aufgezeigt, welche Wege es gibt, mit der Krankheit umzugehen. Unterstützt wurde die Pressekonferenz von Takeda Pharma AG und CelgeneGmbH.

Takeda Pharma AG ist das grösste Pharmaunternehmen in Japan und strebt die weltweite Verfügbarkeit von aussergewöhnlichen Medikamenten für Menschen mit Krebs durch Forschung, Innovation und Leidenschaft an. Die Schweizer Niederlassung befindet sich in Pfäffikon SZ, der Hauptsitz für Europa und Kanada in Opfikon-Glattbrugg.

Celgene GmbH ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich in den Therapiegebieten Hämatologie, Onkologie sowie entzündliche & immunologische Erkrankungen engagiert. Die Schweiz ist dabei ein wichtiger Standort mit dem internationalen Firmenhauptsitz und der Produktion in Boudry, Couvet, Zofingen und Zürich.

 

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